mo-chridhe

April 2010

Im April hatten mein Freund und ich Urlaub - was ein Seegen. Anfang April war ja auch schon Ostern. Wir sind alle Mann unterwegs gewesen.

Ostersamstag waren wir bei den Eltern meines Freundes, Lenny war richtig gut drauf. Nur leider abends hat er sich übergeben müssen. Wir dachten, dass er zuviel nebenbei bekommen hatte und machten uns auch keine großartigen Gedanken, weil alles danach wieder ok war.

Ostersonntag waren wir dann bei meinen Eltern. Natürlich auch mit alle Mann. Lenny war gut drauf, hat zwar (wie die letzten drei Wochen) gehustet, aber ansich war es ok. Er hatte einen kleinen Schwank-Anfall der aber schnell wieder vorbei war. Abends zuhause war alles wieder i.O.

Ostermontag waren wir bei dem herrlichen Wetter etwas spatzieren. Meine Lenny-Maus hatte sogar etwas gespielt mit einem Stöckchen. Mein Freund hielt ihne einfach fest und Lenny knabberte daran. Als wir abends zuhause waren bekamen beide Mäuse natürlich zur gewohnten Zeit ihr Essen - so gegen 19 Uhr. Etwa um 20 oder 21 Uhr begann Lenny sich erneut zu übergeben und hatte auch Durchfall. Danach legte er sich neben die Couch und war ziemlich geschafft. Ich beobachtete ihn und um ca. 0 Uhr gingen wir zu Bett. Da wir ja seit geraumer Zeit immer Nachts einmal aufstanden um Lenny Pipi machen zu lassen (wegen der Entwässerungstabletten) hat mein Freund wie immer um 4 Uhr seinen Wecker gestellt gehabt.

Um ca. 4:10 Uhr hörte ich nur wie mein Freund ins Zimmer kam und sich anzog. Da wußte ich etwas stimmt nicht. Als ich fragte was los sei sagte mein Freund ... " ... Lenny steht nicht mehr auf.....". Ich gin sofort mit runter und sah schon wie schlecht es ihm ging. Er ging dann mit Hilfe meines Freundes nach draußen und erleichterte sich im Garten.

Da mir unsere Tierarzt sagte ich kann jederzeit anrufen, tat ich es nach kurzem überlegen. Leider war nur Notbesetzung da und der Herr meinte (ohne die komplette Vorgeschichte zu kennen!) "wenn Sie vorbeikommen kann ich nur einschläfern."

Mir schwanden fast die Sinne! Auf die Gefahr hin das ich die falsche Entscheidung treffe blieb ich zuhause und sah jede Stunde nach meinem Lenny-Schatz. Ich hatte am Telefon erfahren, dass der Chefarzt ab 07:30 Uhr da sei, und nur zu ihm wollte ich!

Dienstag morgen gegen 7 Uhr stand ich auf und sah wieder nach Lenny. Er lag unbewegt an derselben Stelle wo er sich die Nacht hingelegt hatte und schaute mich traurig an. Ich versuchte ihm die Tabletten zu geben mit einer scheibe Wurst (auch um zu sehe wie schlecht es tatsächlich steht) - die wollte er nicht, drehte seinen Kopf nur weg. Nachdem ich soweot fertig war trug ich meine Maus in den Garten, damit er Pieseln konnte, was er auch tat. Aber augenscheinlich unter Schmerzen. Dann trug ich ihn direkt ins Auto und wir fuhren zur Tierklinik.

Als ich Lenny die Treppen zur Klinik hoch trug, machte mir der Mann auf, den ich nachts zuvor am Telefon hatte. Er endschuldigte sich für das unglückliche Gespräch... aber ich hatte andere Gedanken zu dem Zeitpunkt. Direkt als wir im Behandlungszimmer waren setzte ich meine Maus auf den Tisch und der Doc schaute sofort was los ist.

Es wurde ein Röntgen gemacht und das Blut untersucht. Es stellte sich heraus, dass Lenny einen hohen Entzündungswert im Blut hat und auf Druck am Bauch schmerzhaft reagierte. Wie es immer im Leben kommt, mußte natürlich auch an diesem Tag noch das Pech auf unserer Seite sein. Der Doc wollte ein Ultraschall machen um genau zu sehen was los ist - aber der Monitor war defekt.  Jetzt war guter Rat teuer! Wir verblieben nun so, dass Lenny in der Klinik bleibt, der Doc einen Techniker holt und nachdem ein Ultraschall gemacht ist, ruft er uns an für Weitere Schritte und Entscheidungen. Da Lenny in der Klinik besser aufgehoben war als zuhause in dem Zustand, dazu bereits am Tropf hing und auch recht starke Herzrythmusstörungen schon hatte, fuhren mein Freund und ich nach Hause. Gesa ist ja auch noch da und mußte raus. Also fuhren wir gegen 08:30 Uhr nach Hause.

Um 09:00 Uhr rief der Tirarzt an und meinte das laut dem Ultraschall eine Bauchspeicheldrüsenentzündung vorliegt. Er würde diese sofrot operieren - meine Bedenken das Lenny die OP nicht übersteht wegen seinem Herzchen war zwar berechtigt, aber leider gab es keine andere Möglichkeit... so stimmte ich zu.

Um 09:20 Uhr bekamen wir einen zweiten Anruf, es gäbe keine Rettung mehr für Lenny. Er hatte wärend der OP akutes Leberversagen und der Doc könne ihn nur noch erlösen.... Er fragte, ob wir dabai sein möchten. Ich bejate dies und mein Freund fuhr mich umgehend in die Klinik.

Als ich um 09:30 Uhr in der Klinik ankam war Lenny bereits verstorben.

Nun fühlte ich mich wie in Trance... nicht schien mehr wirklich zu sein. Ich stand im OP saal, Lenny lag auf dem Tisch und er sah aus wie immer. Aber er atmete nicht mehr. Ich konnte nur noch seine Pfote streicheln und seine Wange - das einzige was ich noch rausbrachte war die Frage, .." darf ich ihn mitnehmen...?". Im Wartezimmer setzte ichmich um auf Lenny zu warten und alles war nicht echt. Ich war nicht hier und auch wenn ich gleich zum Auto gehe, Lenny kommt dann mit und springt wie immer in den Kofferraum. Oder nicht?

Als die Tür vom Flur aufging und zwei Arzthelfer mit einer Trage durchkamen, da wußte ich es ist realität. Ich ging vor den beiden durch die Tür zum Auto und öffnete den Kofferraum. Sie legten Lenny hinein und ich deckte ihn mit einer Decke zu, gab ihm einen Kuß auf die Schnauze und konnte nicht aufhören ihn zu streicheln. Als wenn ich ihn so wieder zu mir holen könnte. Als wenn meine Maus einfach schlief. Die Helferin holte noch das Brustgeschirr und dann war es vorbei.

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